Mittwoch, 26. November 2008

LCAS

"Logistic Coordination Assessment Service" (LCAS) - ein seltsamer Name für eine Firma? Kein Wunder: das ist laut SZ vom Dienstag eine Tarnadresse des BND, die von den drei am Wochenende in Prishtina verhafteten Deutschen angegeben wurde. Der Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf die internationale zivile Behörde (International Civil Office - ICO) ist immer noch nicht aufgeklärt aber die drei dürfen wohl nach Deutschland. Diese seltsame Geschichte zeigt die nach wie vor schwierige politische Lage des Kosovo - aber mich haben sie heute ohne Probleme herein gelassen :-)
Symbol für die UDI im Zentrum Prishtinas

Montag, 10. November 2008

Halb so groß wie Hessen

Kosovo ist klein. Halb so groß wie Hessen. Deshalb kann man selbst mit einem zu kleinen Fahrrad mal kurz zu einem See radeln, der auf der Karte des ganzen Landes in der Nähe von Prishtina eingezeichnet ist. Der Badovc-See ist ein Stausee zur Trinkwasserversorgung.
Stausee südöstlich von Pristhina zur Wasserversorgung
Südwestlich liegt der Ort Gracanica mit einem berühmten serbisch-orthodoxen Kloster, in dieser "Enklave" wohnen fast nur Serben.
Zu diesem kleinen Land gehört auch eine kleines Eisenbahnnetz und in Prishtina ein kleiner Bahnhof.
In the middle of nowhere

Dienstag, 4. November 2008

Sommer??!!

27 Grad Anfang November in Belgrad - das ist sehr angenehm, um die Stadt zu erkunden, aber auch sehr verwirrend!! Irgendetwas scheint sehr durcheinander geraten zu sein.
Martin und seine beiden Kollegen treffen sich die Tage zur Projektbesprechung mit ihrem Regionalkoordinator (westlicher Balkan) und ich habe Zeit, mir Belgrad anzuschauen. Heute Nachmittag fahren wir dann nach Pristhina - bin sehr gespannt. Wir werden weiter berichten!
Eli

Freitag, 31. Oktober 2008

Germia-Park

Ein paar Mal war ich schon im Germia-Park laufen. Der zieht sich als schmaler Park ein Tal entlang, von direkt unter unserem Stadtviertel bis zum geräumigen Freibad, dahinter wird der Park dann viel größer und gepflegter, er umfasst auch die Hügel um das Tal herum. Früh morgens sind dort viele ältere Herrschaften in Trainingsanzügen unterwegs, denen ihre Ärzte das verschrieben haben. Hinter dem Freibad gibt es auch ein Beachvolleyballfeld, das lässt für die warmen Jahreszeiten hoffen.
Fruehnebel-im-Germia-Park

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Türkisch

Von meinem Kollegen, dessen Muttersprache wie bei einigen Albanern türkisch ist, habe ich dieses türkische Happy Birthday bekommen:
HappyBirthdayTurk (mp3, 547 KB)

Montag, 20. Oktober 2008

Rugova!

Rugova war nicht nur der Präsident des Kosovo bis vor seinem Tod vor zwei Jahren sondern ist auch der Name eines Tals im äußersten Westen des Kosovo. In den nördlichen Seitentälern war ich am Wochenende wandern. Es war sehr schön, über den Wolken am ersten Tag, leuchtende Herbstfarben am zweiten Tag, ein bißchen wie eine vergrößerte Alb, mit mageren Wiesen und Wacholdersträuchern. Die Berge gehen dort bis 2.400 Seite, auf der Südseite der Rugova-Schlucht noch etwas höher. In dem kleinen Ort Bogë gibt es eine touristische Infrastruktur mit mehreren Hotels bzw. Pensionen und einen Schlepplift. Ansonsten gibt es Schafe und Forstwirtschaft. Ein paar Fotos sind im Fotoalbum (Flickr) zu finden, das rechts über die drei Fotos in der Sidebar erreichbar ist.
Blick vom Hajla-Massiv nordoestlich von Boge.
Herbst im Rugovagebiet

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Post

Heute habe ich zum ersten Mal Post gekriegt. Die Zeitung ist noch nicht angekommen, weil die SZ erst noch in ihrer Software den neuen Staat einrichten musste... Immerhing scheint die Post in der Regel zu funktionieren. Vor ein paar Jahren konnte eine Kollegin Briefe nur mit Hilfe der Feldpost der Bundeswehr bekommen.
P.S. Die Emirate haben die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Zug fahren

Da gute Freunde von uns geheiratet haben war ich schon wieder für wenige Tage in Tübingen. Jetzt auf der Rückreise sitze ich zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen in Belgrad und schreibe ein paar Sätze. Dieses Mal habe ich noch mehr Zeit, ich sitze nicht im Bahnhof sondern am nahe gelegenen Donauufer und vor mir leuchtet über Novi Beograd ein sehr schöner Sonnenuntergang. Einige Jogger und Spaziergängerinnen kommen vorbei. An den Brücken wird gebaut, mir fällt ein, dass sie 1999 von der NATO bombardiert wurden.
Die Zugstrecke führt in etwa 19 Stunden entweder über Wien und Budapest oder über Villach, Ljubljana und Zagreb nach Belgrad. Je näher das Ziel kommt desto langsamer fährt der Zug, vermutlich lässt das Gleisbett keine höhere Geschwindigkeit zu. Von Belgrad fahren Busse in etwa sechs Stunden nach Prishtina. Alternativ fahren Busse auch die ganze Strecke oder zwischen Prishtina und Linz. Die Zugstrecke zwischen Belgrad und Prishtina ist zur Zeit wegen des Konflikts nicht in Betrieb. Allerdings lässt der Zustand der Zugverbindung von Prishtina nach Skopje - der Zug wurde von der Kennedy-Regierung geschenkt - vermuten, dass der Bus in jedem Fall schneller wäre. Ein Mitbewohner des Guesthouse hat letzte Woche erzählt, wie er Abends im Dunkeln mit diesem Zug aus Skopje an dem entlegenen "Bahnhof" von Prishtina angekommen ist. Er war der einzige Fahrgast - einige Serben sind wohl kurz zuvor in der serbischen Enklave Gracanica ausgestiegen - und hat mit Hilfe des einzigen anderen Menschen weit und breit, also des Lockführers, ein Taxi in die Stadt bekommen. Ich freue mich schon auf einen Ausflug mit dieser bemerkenswerten Bahn.
Sonnenuntergang

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Zuletzt aktualisiert: 12. Mai, 20:15

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