Donnerstag, 4. Dezember 2008

Angekommen

Ja, jetzt bin ich auch endlich da! Martin hat in seinem letzten Beitrag ein kleines bisschen mit der Kilometerzahl uebertrieben, ich bin zwar durch halb Europa und darueber hinaus gefahren, aber die Strecke Paris-Dakar ueberlasse ich doch lieber den Profis!
Nachdem ich am Montag mein Date mit der Arbeitsagentur in Tuebingen persoehnlich wahrgenomen habe und dem Arbeitsmarkt den ganzen Tag ueber zur Verfuegung stand, hab ich mich mit dem Projektauto, vollbeladen mit persoenlichen Utensilien von uns, auf den Weg gemacht. Wir wollten eigentlich gerne zusammen fahren, aber da ich noch nicht ausreisen konnte und Martin wieder arbeiten musste, ist er mit dem Bus gefahren und ich habe mich erstmal ausgeschlafen und bin dann mit dem Auto hinterher gefahren. Spektakulaeres kann ich von der Reise nicht berichten. Mit einem funktionierenden Auto und genuegend Geld in der Tasche, um all die Autobahngebuehren zu bezahlen, kommt man ganz gut voran. Das Aufregendste war ein kleines Schneegestoeber in Kaernten, das mich etwas abgebremst hat, ansonsten ist nicht viel zu berichten. Autobahnen und Autobahnraststaetten aehneln sich alle sehr. Uebernachtet habe ich in einem Hotel in Ljubiliana, das ich gegen 10 Uhr gefunden habe. Gerne haette ich schon ein klein wenig frueher Pause gemacht, aber in Oessterreich konnte ich nicht bleiben, das waere gefuehlsmaessig zu nah gewesen und dann musste ich halt bis Ljubiliana fahren, bis ich ein Hotel gefunden habe.
Die Zoellner haben mich immer freundlich durchgewunken, sobald ich meine Mappe mit allen moeglichen Unterlagen gezueckt habe, die bestimmt sehr organisiert und glaubwuerdig aussah! Nur die Kosovaren haben ein wenig naeher in die Kisten schauen wollen. Als sie aber in der ersten Kiste nur Kuechenutensilien gefunden haben, ist ihnen schnell die Lust vergangen, in den anderen Kisten nach Schmuggelware zu suchen. Wahrscheinlich hatten sie auch Mitleid mit mir, da ich nach 10,5 Stunden Reise bestimmt auch nicht mehr ganz so frisch ausgesehen habe.
Ja, und jetzt bin ich bereits wieder in den Albanisch-Unterricht eingestiegen, versuche unser von einer Spedition transportiertes Gepaeck beim Zoll frei zu bekommen und ziehe unsere Sachen innerhalb des Hauses, in dem Martin bisher gewohnt hat, in eine andere Wohnung. Damit werde ich diese Woche noch beschaeftigt sein. Unsere Vermieterin und ihre ganze Familie hat mich schon sehr freundlich aufgenommen. Da haben wir richtig Glueck, zumal unsere Wohnung in der gleichen Strasse wie das ZFD-Projekt ist. ihr seid herzlich eingeladen, mal selbst zu schauen, wo wir gelandet sind. Bis der erste Besuch kommt, sind wir bestimmt auch eingerichtet!

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Zuletzt aktualisiert: 12. Mai, 20:15

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